21. KC-Clubtreffen

von Steffen Gruhn

Zum 21. Mal fand nun schon ein KC-Club Treffen statt. Es ist schon sehr lange kein reines Clubtreffen mehr, da auch die Robotrontechnik Fraktion und all die anderen Vertreter der Retrokultur ein sehr willkommener Gast auf dem Treffen ist. Es waren 74 gemeldete Besucher da, also 4 weniger als unser Rekord vom Vorjahr.

Wie so oft, nimmt man ich viel für das Treffen vor, noch vorzubereiten und kommt dann nicht mal zur Hälfte. Eigentlich so wie immer. So hab ich es nicht geschafft meinen Plotter auf die neuen Eproms umzubauen. Auch meine D004 will irgendwie nicht mehr. Fehlersuche hab ich immer wieder gute Ansätze aber dann. Ein Fehler weg, der nächste da. Und meine noch im Original vorhandene D004 möchte ich eigentlich ungern umbauen.

So bin ich wieder mit weniger Vorbereitung als mit lieb ist, nach Garitz. Der Weg ist ja mittlerweile Routine. Auch werden die Übernachtungsmöglichkeiten jedes Jahr besser. Dieses Jahr war man sogar live beim Umbau dabei. Bis nächstes Jahr sollten auch die Zimmer oder zu mindestens einige auf der rechten Seite aufgewertet worden sein. Gespannt bin ich schon.

Gastronomisch ist alles beim alten geblieben. Die Qualität hat gefühlt etwas abgenommen. Auch gab es nur eine Begrenzte Essensauswahl zum Mittag an den 3 Tagen. Freitag war Schnitzeltag, die nicht schlecht waren. Samstag/Sonntag zum Mittag gab es Wildgulasch, Schweinebraten oder Fisch. Auch der Samstagabend war von der Essenwahl leider vorgeschrieben, wenn man Low Carb oder Paleo macht nicht so dolle, vor allem da wenigstens ein richtiger Salat gefehlt hat. Ansonsten ist die Preisgestaltung noch verträglich.

Die Vortagsankündigung lass sich wieder hoch interessant:

 

  • Neue Möglichkeiten für Plot-Dateien am K6418 von Reinhard Birk
  • Ein FPGA am KC 85 von Bert Lange
  • Handbuch CAOS 4.5 von Mario Leubner
  • KC on a chip von Daniel Elstner
  • KC 85/3 mit Floppyeinheit. Ein alter Hut? Oder auch nicht. Von Dirk Kahnert
  • CP/M to go – der AVR-CP/M-Stick von Volker Pohlers
  • Vom Tisch- zum Taschenrechner – ein Quantensprung für die DDR-Elektronik von Hartmut Lorenz

 

Die neuen Plottdateien konnte jeder gleich bewundern der sein Namenskärtchen abholte, die wurden von einem großen T-Rex bewacht. Der ist aus einer neuen Plottdatei ausgeplottet, dann aus Sperrholz ausgesägt und zusammen gebaut worden. Nicht schlecht.

Viel zu schnell war es aber am Freitag wieder Zeit um in das Bett zu fallen. Es ist aber immer wieder schön, wenigstens die meisten Leute aus dem Club und dem Forum Life zu treffen. So war es recht schnell Samstagmorgen und gut gestärkt mit einem reichhaltigen guten Frühstück konnte es losgehen.

Der Vortrag von Dirk Kahnert war mal wieder sehr Interessant, zeigte er doch auch recht viel neues, was man so noch nicht kannte. Zeigte es doch einen komplett andern Lösungsansatz einer Floppy am KC. Und richtig interessant war die Geschichte von Dirk, wie er an die Software gekommen ist. Ein wirklich sehr schöner Vortrag.

Bei dem Vortrag von Reinhard, der an seinem Platz mit seinem Computer und Plotter geführt worden ist, hab ich mir, leider nicht alles aufgeschrieben. So kann ich leider das nicht wirklich nachvollziehen wie das ging. Na ja nächstes Treffen noch mal nachfragen und aufschreiben. So ist das eben, was man nicht aufschreibt ist schnell wieder vergessen. Sehr interessant war auch der Vortrag von Volker Pohlers über CP/M to go. Hab das im Forum schon gelesen gehabt und war schon sehr auf den Vortrag gespannt. Er war sehr interessant und hat mich angeregt das Thema weiter zu verfolgen. Leider hab ich wieder nicht alle Vorträge mir anschauen können und wie jedes Jahr gelobe ich Besserung.

Wirklich interessant wenn auch wenig zu sehen war Enrico Grämer‘s Testaufbau einer Turbokarte für die D004. Mal schauen vlt. entwickelt sich ja was daraus.

Ein Höhepunkt des Tages war wieder das Gruppenfoto. Alle drauf bekommen ist gar nicht mehr so einfach. Und das nicht nur weil ja bekanntlich jedes Jahr ein Kilo mehr auf der Waage steht. Es ist aber so ziemlich mit das Highlight am Samstag. Es ist doch faszinierend erst mal alle von ihren Rechnern weg zu locken. Und dann auch noch nach draußen, Sonne, Luft und überhaupt.

Den Größten „Kasten“ hatte das Rechenwerk dabei, eine komplett mit Relais aufgebaute Digitale Uhr. Das klackern der Relais höre ich heute noch in den Ohren. Schöne Technik. Außer dem riesen Haufen Kabelbinder hatte Guido Speer dieses Mal viele Messgeräte dabei, da er das Spannungsnormal dort fertig gebaut hat. Viel neues gab es auch bei den Hivlern, ich muss mich echt mal wieder mit meinem beschäftigen. Und vor allem mal meinen neuen aufzubauen.

Ich find es jedes Jahr auf’s neue faszinierend was noch für Technik und wahre Schätze noch so zum Vorschein kommen. Die Taschenrechner Sammlung und die Geschichten dazu waren sehr interessant. Die ganzen Nachbauten und die Gehäuse dazu. Die Mühe die sich jeder macht, sein Stück alte Technik ins richtige Licht zu rücken. Der Bunte Mix aus alt und neu und mit welchen Mitteln die alte Technik an die neue angepasst wird um sie nutzen zu können. Das ist es was das KC-Clubtreffen aus macht.

Dieses Jahr wurden gleich 2 obligatorische Blumentöpfe überreicht. Dieses Jahr der schnellste war Enrico Grämer. Den 2. bekam Reinhard Birk da er seinen letztes Jahr vergessen hatte. Der Samstag ist wie jeder Samstag auf dem Treffen, viel zu kurz. Also ab zur aktiven Augenpflege.

Sonntag, gutes Frühstück, dann solang sam Richtung Platz. Wie jedes Jahr, große Aufbruch Stimmung, die meisten haben von Mutti Zuhause anscheinend den Befehl pünktlich zum Mittag daheim zu sein. Na ja ich hab Zeit. Also alles schön gemütlich. Als echte Überraschung entpuppte sich der Vorhang auf der Bühne. Aufgezogen bot er einen freien Blick auf ein schönes Glaskunstfenster aus vergangenen Tagen. Schöne Arbeit zumal die Sonne genau in das Fernster schien.

Zum Glück blieb auf dem Flohmarkt nicht viel Sachen liegen. Das muss ja auch irgendwer mitnehmen. Also wer was in den Flohmarkt legt und es leider nicht los wird, doch bitte zum Schluss daran denken und wieder mit einpacken. Das Foto des „letzten“ Rests war schnell gemacht, dann konnte noch gut zu Mittag gegessen werden bevor sich jeder auf den Heimweg machte. Ich freu mich schon auf das nächste Treffen im Jahr 2016.

 

Steffen Gruhn