Potentiometrische Maßanalyse mit TITRA.SSS

von Lothar Stephan

Ein interessantes BASIC-Programm aus meiner aktiven Zeit hätte ich den Freaks anzubieten. Hier wird ein Rechenprogramm mit einer Grafik verbunden, um die Auswertung der Analyse zu beschleunigen.

Wir bestimmten regelmäßig einen Stoff in einem Elektrolyten in der Leiterplattengalvanik mit potentiometrischer Maßanalyse. Normalerweise titriert man eine Säure oder Lauge unter Verwendung eines Farbindikators, der am Äquivalenzpunkt (Umschlagspunkt/Neutralpunkt/Endpunkt) im Farbton z.B. von rot nach gelb oder von rot nach farblos - je nach Indikator - umschlägt. Für verschiedene Stoffe gibt es keinen Farbindikator.

Es gibt aber die Möglichkeit, mit einem Elektrodensystem bei der Zugabe einer für diesen Stoff spezifischen Chemikalie (mit exakt bekannten Gehalt) eine Potentialänderung zu messen. Dieses macht man sich bei der potentiometrischen Maßanalyse zu nutze. In die Lösung, die untersucht werden soll, taucht man ein Elektrodensystem, mißt die Spannung (ein paar Millivolt), gibt langsam durch eine Bürette die für den zu bestimmenden Gehalt spezifische Chemikalie hinzu und schreibt nach jeweils 1 ml Zugabe den neuen Millivoltbetrag auf. Am Äquivalenzpunkt (Umschlagspunkt/Neutralpunkt) steigt die Spannung stark an und man kann die Analyse beenden. Früher mußte man die Meßwerte auf Papier auftragen und die Mitte des steilen Anstiegs ermitteln. Diesen ml-Wert setzte man in die Gleichung ein und berechnete den Gehalt der zu bestimmenden Substanz.

Mit diesem BASIC-Programm kann das Eintragen der Werte in ein Koordinatensystem eingespart werden. Das Programm ermittelt den Umschlagspunkt selbst und berechnet gleichzeitig den Gehalt der Substanz im Elektrolyten.

Dieses Programm soll als Anregung dienen. In REM-Zeilen habe ich einige Meßwerte eingetragen. Diese wären also dann bei der Abfrage der Meßwerte einzutragen.