Software-Updates

von Mario Leubner

Neue Plug-In's für UNIKON

Heute möchte ich 5 neue Plug-In's für das Konvertierungsprogramm UNIKON von Jörg Linder vorstellen. Durch das verwendete Konzept von UNIKON lassen sich weitere Prozeduren für die umfangreiche Vielfalt von Konvertierungen leicht einbinden. Beschrieben ist das recht ausführlich in den HELP-Dateien zu UNIKON, siehe dazu KC-News 2/97. Die einzelnen Module werden im PRL-Code erzeugt und erhalten den Dateityp .PLG, alle Module werden in einer Library zusammengefaßt, die für die Anwendung von UNIKON einen speziellen Namen (z.B. UNIKON21.OVR) erhält. Um ein neues Modul aufnehmen zu können ist eine Umbenennung der Datei in *.LBR erforderlich. Danach können die Kommandos LDIR, LPUT, LGET usw. benutzt werden um diese Library zu bearbeiten. Zum Schluß nennt man die LBR-Datei wieder in UNIKON21.OVR um. Doch nun zu meinen neuen Plug-In's:

 

CRLF.PLG
ergänzt alle einzeln auftretenden Textendezeichen CR oder LF zu einem Paar CR+LF, vorhandene CR+LF bleiben erhalten. Diese Methode eignet sich zur Konvertierung von Texten, die entweder nur CR als Trennzeichen enthalten oder nur LF. Der erzeugte Text liegt im Standardformat mit CR und LF vor.

 

DEUTSCH.PLG
konvertiert Texte mit deutschen Umlauten zu den Ersatzzeichen, die mit amerikanischem Zeichensatz besser lesbar sind (Ä nach Ae, ä nach ae usw.). Das ist günstig für HLP-Dateien oder andere Texte, die vorwiegend unter CP/M mit amerikanischen Zeichensatz angezeigt werden sollen. Falls Texte im Blocksatz konvertiert wurden, dann ist eine Nachbehandlung mit einem Textprogramm nötig, da ja die Ersatzzeichen jeweils zwei Zeichen beanspruchen.

 

HILFE.PLG
entfernt die Steuerzeichen für die Inversdarstellung aus HELP-Dateien. Diese Anwendung ist erforderlich, wenn HLP-Dateien unter CP/M mit der Vorgängerversion HILFE.COM angezeigt werden sollen. HILFE.COM kennt die Inversdarstellung noch nicht und gibt so die Steuerzeichen direkt aus. Folge für KC-Besitzer: man kann nichts lesen, da immer wieder der Bildschirm gelöscht wird!

 

TYPESTAR.PLG
konvertiert Textdateien des Textprogrammes Typestar'90 (Modul M033) nach ASCII. Es können sowohl unkomprimierte Texte *.TYP wie auch komprimierte Texte *.SQZ als Quelldatei dienen. Erzeugt wird eine normale ASCII-Datei, die dann mit TPKC oder WordPro6 weiter bearbeitet werden kann. Leider standen mir zum Test dieses Moduls nur sehr wenige TYPESTAR-Dateien zur Verfügung, so daß ich nicht weiß, ob ich das Typestar-Format korrekt analysiert habe. Sollte es bei jemandem Probleme mit der Konvertierung geben, so bitte ich um Einsendung einer Diskette mit der Typestar-Datei und einem Ausdruck des Textes. Ich werde dann versuchen, das Format noch zu integrieren.

 

WS2ASCII.PLG
dient zum Konvertieren von Wordstar-Texten, die im Dokumentmodus erstellt worden sind, in einen ,,normalen`` ASCII-Text. Dabei werden alle gesetzten Bit 7 zurückgesetzt. Steuerzeichen außer CR, LF und FF werden entfernt. Trennzeichen am Zeilenende werden durch richtige Trennzeichen ,,-`` ersetzt, mitten in der Zeile werden sie entfernt.

Update von MODF.COM - Version 1.4

Mit den bisherigen Versionen von MODF.COM war es möglich, Diskettenformate mit mehr als 255 1K-Blöcken zu erzeugen. Erst jetzt ist mir aufgefallen, daß das keinen Sinn macht. Bei mehr als 255 Blöcken sind 16-Bit Blocknummern zu benutzen, in einem Verzeichniseintrag haben aber nur 8 Blocknummern zu je 16 Bit Platz. Ein solcher Verzeichniseintrag kann also nur maximal 8 KByte aufnehmen, obwohl mindestens 16 KByte für einen Extent erforderlich sind. In der Version 1.4 von MODF ist eine Überwachung dieser Grenze eingebaut. Die Reihenfolge der Parametereingabe mußte dabei etwas geändert werden, um zu jedem Zeitpunkt die benötigten Werte für die erforderlichen Berechnungen zur Verfügung zu haben. Bereits definierte Formate in einer vorhandenen Datei MODF.DAT können ohne Änderungen für MODF V1.4 weiter verwendet werden.

TRANSFER - Version 1.92

auch wenn es in letzter Zeit bereits verschiedene Aktivitäten zur direkten Datenübertragung KC <--> PC gab, habe ich am Programm TRANSFER noch ein paar Erweiterungen vorgenommen. Am meisten störte mich bisher, daß keine Dateiattribute übergeben werden. In der aktuellen Version 1.92 habe ich dies für das R/O-, das System- und das Archivflag realisiert. Außerdem werden alle CP/M-Flags im Dateinamen zurückgesetzt, bevor dieser in das MS-DOS-Verzeichnis geschrieben wird. Läuft TRANSFER unter ZSDOS, dann erhalten die im MS-DOS-Verzeichnis erzeugten Dateien das aktuelle Datum (statt wie bisher das Versionsdatum von TRANSFER).