7. Elmshorner Computertage

von Mike Preuß

Am 24. und 25. Oktober 1998 fanden die 7. Elmshorner Computertage statt. Der Computerclub Elmshorn (CCE) hatte dafür mal wieder die Gesamtschule in Beschlag genommen. Neben der Computerausstellung hatten die Modellbahnfreunde die Sporthalle in Beschlag genommen.

Es gab aus vielen Bereichen der Computerbranche etwas zu sehen. Ein paar Computerhändler, unter anderem auch spezielle Atari-Händler, sowie Homebanking, Netzwerkspiele, Musikbearbeitung waren dort zu finden. Auch der Amiga-Club Hamburg stellte sich dort mit vor. Zusätzlich hat der CCE eine Tombola und die Cafeteria dort angeboten.

Etwas, das nicht jeder dort erwartet hätte, fand man gleich an den Eingängen. Beim Haupteingang stand ein Fernschreiber (Lorenz 15), beim Hintereingang stand eine Lochkartenstanzmaschine (IBM 026), die sogar lief, obwohl sie nicht ganz funktionstüchtig war. Nach dem Transport stanzten nicht mehr alle Löcher, aber das Prinzip konnte gezeigt werden. Das waren zwei Exponate des Computermuseums der Fachhochschule Kiel, das auch noch eine kleine Ausstellung in einen Klassenraum mitgebracht hatte.

Zur Sammlung des Computermuseums gehörten ein paar mechanische Rechenmaschinen, ein paar ältere Heimcomputer sowie verschiedene Datenspeicher, von Lochstreifen, über Magnetbänder und 8-Zoll-Disketten bis hin zum ZIP-Laufwerk. Bei den Platinen waren auch einige Generation vertreten. Die ältesten kamen aus der Siemens 2002 und der Zuse 22, bis hin zu einer PCI-Ethernet-Karte von 1995. Die Sammlung wird in der nächsten Zeit auch aufgearbeitet und im Internet unter

www.computermuseum.fh-kiel.de

zu finden sein.

Im gleichen Raum befand sich auch das ZX-TEAM. Dieses hatte auch die Rechner dabei, die vom ZX-TEAM betreut werden: Sinclair ZX 81, ZX 80, diverse Nachbauten, wie T/S 1000, T/S 1500, Bit 90, Lamda. Am Sonntag kam dann auch ein Schmuckstück: Willi hatte sein Jupiter ACE mitgebracht. Dieser Rechner hat Forth als Programmiersprache von Hause aus. Dieser Rechner wird im ZX-TEAM dringend gesucht, bisher sind aber nur zwei Rechner in unserem Wirkungskreis bekannt.

Obwohl dort auch einige ZX 81 standen, die auch als solche erkennbar waren, gab es andere, die sahen gar nicht mehr danach aus. Besonders Joachims ZX 96 (er kann einfach nicht mehr ZX 81 genannt werden) im Desktop-Gehäuse mit Festplatte und PC-Tastatur, Handscanner und Tintenstrahldrucker sah nicht unbedingt nach dem Rechner aus. Auch Kai's Rechner, im Laptop-Gehäuse und mit LCD-Bildschirm, fiel aus dem Rahmen.

In diesem Raum kamen wir mit vielen Leuten ins Gespräch. Viele erzählten, sie hätten noch mit einigen solcher Geräte gearbeitet und hatten es nicht erwartet, diese noch mal wieder zu sehen. Viele Leute finden es gut, daß es noch Leute gibt, die sich mit den alten Rechnern beschäftigen. Einige wollten es auch mit neuen Exponaten, die bei ihnen noch auf den Dachboden oder im Keller stehen, unterstützen.

Auf alle Fälle war die Ausstellung ein Erfolg für das ZX-TEAM und das Computermuseum. Ein Dank gilt der guten Betreuung durch den CCE. An einer solchen Veranstaltung werden wir jederzeit wieder teilnehmen. Es gilt aber auch der Dank an alle, die dabei geholfen haben, daß das Computermuseum und ZX-TEAM dort mitwirken konnten, die ich nun nicht alle aufzählen möchte, da es den Artikel sprengen würde.

Mike Preuß (Förderverein Computermuseum Kiel e.V.),
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