Assembler-Programmierkurs - Einleitung

von Jörg Linder

Schon seit geraumer Zeit haben einige Clubmitglieder immer wieder den Wunsch geäußert, daß mal ein Programmierkurs für Assembler in den KC-News veröffentlicht wird. Nun ist es endlich soweit. Nach Abstimmung des Konzeptes wollen wir (Frank Dachselt, Ralf Kästner, Mario Leubner und Jörg Linder) Euch die Assembler- Programmierung in einer Artikelreihe näherbringen.

Weil wir wissen, daß Begriffe wie ,,logische Linksverschiebung mit Carry`` anfangs eher zum Un-Verständnis beitragen, arbeiten wir uns erst allmählich über die Grundlagen und einfache Problemstellungen zu den komplexeren Strukturen vor. Wir hoffen, daß es uns einigermaßen gelingt, die Interessierten bei ihren ersten Schritten in Assembler zu begleiten. Wenn wir darüber hinaus so manchem die Jumps und Calls schmackhaft machen können, würde uns das umso mehr freuen.

Doch bevor wir uns in das Getümmel der Bits und Bytes stürzen, hier noch ein paar Informationen zur Artikelreihe: Angestrebtes Ziel ist natürlich, daß der lernwillige Leser in die Lage versetzt wird, eigene Programme zu schreiben. Am besten lernt es sich anhand von Beispielen, von denen es in diesem Kurs reichlich geben wird. Grundsätzlich bemühen wir uns dabei um Ausgewogenheit und versuchen, die Funktionen sowohl für CAOS als auch CP/M zur Verfügung zu stellen. Da Assembler naturgemäß jedoch sehr systemnah ist, kann es aber mitunter vorkommen, daß es für eines der Systeme keine Entsprechung gibt. (Vielleicht fällt Euch ja eine Lösung ein!)

Nun soll ein Teil dieses Kurses bis zur nächsten Ausgabe, also etwa ein Vierteljahr, Euren Wissensdurst stillen. Bei den sehr interessierten Lesern wird das Durcharbeiten einer Ausgabe aber kaum länger als einen Nachmittag dauern. Um den Lerneffekt nachhaltig zu steigern, werden Aufgaben gestellt. Dabei kann es sich zum Beispiel um die Optimierung von Routinen oder die Entwicklung eines Algorithmus handeln. In der jeweils nächsten Ausgabe stellen wir dann eine mögliche Lösungsvariante vor und erläutern diese.

Die Artikelreihe ist so aufgebaut, daß alle Abschnitte des Kurses aneinandergeheftet werden können und letztendlich ein Handbuch ergeben. Dieses ist nicht nur für Einsteiger gedacht, sondern soll später auch als ständiges Nachschlagewerk dienen. Selbstverständlich ist das Konzept kein Dogma. Auf Anregungen und Vorschläge Eurerseits wollen und werden wir gern eingehen. Dazu könnt Ihr Euch an einen der Autoren wenden.

So, nun aber genug der Vorrede! Auf geht's in den ersten Teil...