Hinweise zum Einbau des neuen Boot-EPROM F8

von Ralf Kästner

Hurra - er tut es! Nach einigen Problemen beim Einbau und Inbetriebnahme bootet mein KC 85/4 nun endlich automatisch von der Festplatte. Um anderen ,,mutigen`` Usern ähnliche Probleme zu ersparen, möchte ich an dieser Stelle den Beitrag von Mario Leubner aus den News 2/97 S. 7/8 noch etwas ergänzen.

Voranstellen möchte ich ausdrücklich, daß die Einbauanleitung absolut korrekt ist, man muß sie nur buchstabengetreu befolgen. Ich hatte mich für die genannte Variante 3 entschieden, da sie meinen Vorstellungen am meisten entspricht. Das Signal A10 an Pin 1 von D309 trennt man am besten unter D309 auf der Lötseite der Platine auf und verbindet dann Pin 1 mit Pin 14 (+5V=High-Pegel).

Genauso wollte ich dann mit dem Latch vorgehen und hier ist mir der entscheidende Fehler passiert. Wie von Mario geschrieben, soll das Pin 13 von D307 abgetrennt werden (Eingang des 4. Latch, in meiner Literatur 4 D und nicht, wie von Mario geschrieben, D 3), was mir aber nicht gefiel. Also einfach den lötseitig an das Pin herangehenden Leiterzug aufgetrennt, mit der EPROM-Fassung weitergemacht und anschließend laut Anleitung verdrahtet.

Nachdem alles wieder zusammengebaut war, bootete der KC überhaupt nicht mehr. Die Ursache lag in der aufgetrennten Masseverbindung zu Pin 13 von D307. Dieses Pin ist nur Zwischenstation des Masse-Leiterzuges, welcher auf der Lötseite an das Pin herangeführt wird, auf der Bestückungsseite unter dem Schaltkreis weitergeht und noch weitere Schaltungsteile versorgt, welche bei Unterbrechung sozusagen ,,in der Luft hängen``.

Man muß also dieses Pin abtrennen und auf der Bestückungsseite mit dem A10-Signal verdrahten! Dafür bietet sich übrigens eine Durchkontaktierung in der Nähe von D309 an (s.o., Unterbrechung von A10 kann natürlich erst dahinter erfolgen!). Dort kann man den Verbindungsdraht unten verlöten und oben herausführen. Nachdem ich diesen Fehler korrigiert hatte, bootete der KC auch wieder.

Da ich seit einiger Zeit CAOS 4.3 nutze, sollte nun natürlich sofort nach dem Einschalten von der HDD gebootet werden. Ich habe deshalb Mario's Tip realisiert und die EPROM-Adressen vertauscht angelötet, so daß sofort der neue EPROM angesprungen wird. Hier gab es dann noch ein kleines softwaretechnisches Problem, da der Urlader beim Kaltstart nicht wartete bis meine Festplatte bereit war, so daß ich wieder im CAOS landete und noch einmal J FC eingeben mußte.

Den EPROM erhielt ich von Mario unmittelbar nach dem diesjährigen Treffen in Gusow. Nachdem ich dieses Problem Mario geschrieben hatte, erhielt ich Mitte Juli von ihm einen geänderten EPROM, welcher nun wie gewünscht funktioniert. Ich kann also nun den KC einschalten und er bootet sofort von der Festplatte, beim Kaltstart dauert es etwa 5 s bis die Festplatte bereit ist und der Bootvorgang fortgesetzt wird.

Ich kann also allen HDD-Usern diesen kleinen Eingriff in das D004 weiterempfehlen - der Bootvorgang wird weiter verkürzt, da ZAS direkt vom EPROM in das Grundgerät kopiert wird. Es wird jeglichem Ärger mit Disketten aus dem Wege gegangen, darüber hinaus ist es natürlich ein tolles Gefühl, wenn alles wie bei den ,,großen Brüdern`` abläuft und das noch etwas schneller!