Es ist "SHOWTIME" - die Zweite

von Ralf Kästner

Wie versprochen, enthält die Beilagediskette der heutigen Ausgabe die neuen Shows vom diesjährigen Treffen. Diesmal setzen wir noch etwas oben drauf - zwei der Shows laufen komplett im HIRES-Modus.

Damit alle Nichtbesitzer von "UNIPIC" die Möglichkeit zum Abspielen dieser beiden Shows haben, gibt es mit dieser Ausgabe das Update von "DIASHOW 1.0", jetzt in der Version 1.1. Neben der Herstellung der Kompatibilität zu "UNIPIC" haben darüber hinaus alle Nutzer bzw. Nachbauer der RAM8-Erweiterung bis auf 2 MB jetzt (hoffentlich - noch nicht getestet!) die Möglichkeit, diese Ressourcen auch zu nutzen. Die beiden anderen Shows laufen im Lores-Modus und setzen ein gut ausgebautes System mit etwa 1 MB RAM voraus. Alle Bilder sind aufsteigend durchnumeriert.

Diesmal geht es hauptsächlich um Echtzeitanimationen, wobei die Grenzen des KC hier relativ schnell erreicht sind, durch die Verkleinerung des laufenden Fensters und die optische Aufpeppung der "Umgebung" kann man etwas tricksen, so daß das nicht immer sofort erkennbar sein muß. Es ist immer wieder erstaunlich, was visuell erreichbar ist, auch wenn einem die arme CPU leid tut, hier muß sie echte Schwerstarbeit im KC verrichten.

Wie gehabt, nachfolgend eine ganz kurze Beschreibung der Shows, sie wurden wieder mit PMARC gepackt und sind vorher deshalb auf eine KC-Diskette zu entpacken.

ROBOFROG.DSH

Das ist die Erfurter Eröffnungsshow, sie lief zwar nicht zuerst, die Überschrift soll aber auch später mal an das Treffen erinnern. Es werden original 35 Bilder (nur LORES) benötigt, man kann aber auch nur jedes zweite oder dritte Bild laden. Ein Roboterfrosch oder Froschroboter springt gemütlich in Richtung Erfurt, mit 35 Bewegungsphasen hat man nahezu fließende Bewegungen und damit eine sehr ansprechende Show.

SNEEZE.DSH

Diese Show besteht aus 31 Einzelbildern. Sie enthält ebenfalls nur LORES-Bilder und stellt ein "niesendes" Gesicht dar. Durch die vielen Einzelphasen entsteht wieder ein geschlossener und gleichmäßiger Bewegungsablauf.

WANKEL.DSH

Diese Show benötigt 12 Bilder und stellt das Arbeitsprinzip des Wankelmotors dar. Sie läuft komplett im Hires-Mode ab, so daß auch mal etwas Farbe ins Spiel kommt.

MOON.DSH

Jetzt wird gemorpht, diesmal aber richtig. Aus einem Männergesicht wird ein Werwolf - aber erst nach 24.00 Uhr! Mit 13 Bildern (alle HIRES) dürfte sie auch von vielen Usern geladen werden können. Da man eine Show hin und her laufen lassen kann, spart man gegenüber dem Original auf dem PC die Hälfte an notwendigen Bildern ein.

Das war es dann auch erst mal wieder für heute. Mein persönlicher Eindruck war, daß alle 4 Shows sehr gut angekommen sind. Sicher wird sich niemand hinsetzen und solche Sachen per Hand zeichnen. Wie bereits mehrfach gesagt, eignet sich der PC an dieser Stelle vorzüglich als Rechenknecht. Da ich auf dieser Strecke mittlereile eine ganze Menge an Erfahrungen sammeln konnte, nachfolgend einige Tips zur Herstellung solcher Shows.

Das Ausgangsmaterial waren diesmal FLI-Animationen, welche auf CD reichlich unters Volk gebracht werden. Besonders vorteilhaft am FLI-Format - die Bildgröße der Animation ist mit 320*200 Pixel festgelegt und nicht veränderbar, das entspricht schon fast dem KC, nur die Farben muß man noch herunterrechnen. Im Artikel zur Konvertierung von PCX-Dateien in dieser Ausgabe gebe ich zur Umwandlung der Einzelbilder noch ein paar Hinweise.

In einer FLI-Datei sind nun mehr oder weniger viele Bilder zu einer Animationssequenz in einer Datei zusammengefaßt, welche man mittels geeigneter Programme erst in Einzelbilder extrahieren muß. Das hatte ich zuerst mit GRAPHIC WORKSHOP for WINDOWS Version 1.1r gemacht, ist etwas mühselig bei sehr vielen Bildern, da man immer nur ein Bild anwählen und herausziehen kann.

Komfortabler geht es mit COREL MOVE aus dem COREL DRAW 5.0-Paket, dort kann man eine komplette FLI-Datei importieren und in einem Arbeitsgang in die Einzelbilder (automatische Nummerierung) exportieren, das ist zwar sicher nicht im Sinne des Erfinders aber für den KC eine Top-Funktion.

Anschließend bearbeitet man die einzelnen Bilder für den KC auf dem PC vor (Farbreduktion) und bringt sie mittels 4PCX090.KCC (jetzt 4PCX092.KCC!) in das UNIPIC-Format. Dort erfolgt das Feintuning und fertig ist die Show.

Leider hatte ich dann vor dem Treffen keine Zeit mehr, sonst hätte ich noch mehr gemacht, aufgeschoben ist aber nicht aufgehoben. Nach der dritten Show war es dann bereits Routine, für die 4 Beispiele habe ich knapp 2 Wochen gebraucht.

Ich wünsche wie immer viel Spaß beim Ausprobieren.