Der HP 500C mit PCL-3

von Hendrik Wagenknecht

Dieser Beitrag soll sich vor allem mit der Beschreibung der Grafikmöglichkeiten des HP 500C befassen. Für die Textverarbeitung gibt es nach Ansicht des Autors genügend Literatur. Selbst das mitgelieferte Handbuch enthält ausreichende Informationen. Grundsätzlich ist der Treiber für alle Drucker ab PCL-3 aufwärts (auch für Laserdrucker) verwendbar. Der bisherige Treiber benötigt einen Speicherplatz von ca. 1,5 kByte. Das Quellisting bezieht sich dabei auf EDIPIC 41.

Doch wie fuktioniert eigentlich eine Rastergrafik? Zuerst ist auffallend, daß die Pixel nicht, wie beim Nadeldrucker, untereinander, sondern nebeneinander angeordnet sind (siehe Tabelle 1). Bevor man die Grafikdaten senden kann, braucht der Drucker aber noch einige Angaben. Zuerst wird dem Drucker die Auflösung mitgeteilt. Anschließend sendet man dem Drucker die Pixelbreite des Bildes. Diese kann bei s/w-Grafiken auch entfallen. Bei Farbe ist die Angabe der Breite unbedingt notwendig, da der Drucker den Rest der Zeile sonst schwarz druckt.

Als nächstes gilt es festzulegen, ob s/w oder Farbe gedruckt werden soll. Nun wird festgelegt, ob die Grafik am linken Zeilenanfang oder ab Cusorposition beginnen soll. Diese Einstellung gilt bis zu einer anderen Festlegung. Jetzt kann der Code für die Grafikdaten gesendet werden. Dabei ist darauf zu achten, das die Anzahl der Grafikbytes dezimal im ASCII-Code zu senden ist.

Eine Aufteilung, wie bei Nadeldruckern, in zwei Bytes ist nicht nötig. Bei Farbgrafiken ist die Farbe in Lagen an den Drucker zu senden. Wird dabei die RGB-Tabelle verwendet, so ist die erste Lage der Farbe rot zugeordnet. Nach grün und blau muß noch eine Pixelzeile folgen, da der Drucker sonst nichts zu Papier bringt. Der Inhalt dieser Pixelzeile ist dabei völlig egal. Im Beispiel wird FFH gesendet. Es ist jedoch darauf zu achten, daß die Anzahl der Bytes einer Farblage mit der einer Pixelzeile übereinstimmt.

Nach Abschluß einer Pixelzeile kann gleich eine weitere Pixelzeile folgen. Es ist nicht notwendig, den Cursor neu zu positionieren. Auch der Papiervorschub regelt sich automatisch. Zum Abschluß einer Grafik wird noch Grafik-Off gesendet.

Bei Farbgrafiken kann noch vor Grafik-On die Grafikhelligkeit fesgelegt werden. Soll Folie bedruckt werden, so ist noch eine Versetzung der Grafik nötig. Diese wird ebenfals vor Grafik-On gesendet. Tabelle 2 zeigt noch einmal die Reihenfolge für die Befehle anhand eines KC-Bildes. Sowohl der Grad der Versetzung, als auch die Helligkeit sollten vom Nutzer jederzeit einstellbar sein.

Tabelle 1

Nadeldrucker

HP 500C


o D6
o  o  o  o  o  o  o  o
D0 D1 D2 D3 D4 D5 D6 D7
o D5
o D4
o D3
o D2
o D1
o D0 (untere Nadel)

Tabelle 2

Bezeichnung

Codes s/w

Codes Farbe


Auflösung 75 dpi ESC*t75R ESC*t75R
Anzahl der Pixel kann entfallen ESC*r320S
s/w oder farbe ESC*r1U ESC*r3U
(Grafik heller) - ESC*o#D
(Grafik versetzt) ESC*o#Q ESC*o#Q
Grafik ab Cursorposition ESC*r1A ESC*r1A
Farbe rot - ESC*b40V Daten
Farbe grün - ESC*b40V Daten
Farbe blau - ESC*b40V Daten
Pixelgrafik ESC*b40W Daten ESC*b40W 40xFFH
256 mal Wiederholung ab Farbe rot
GrafikOff ESC*rbC ESC*rbC