Und hier sind wir!

von Ernst-Heinrich Brünig

Weshalb greifen wir, die KC-User, nicht zur Selbsthilfe? Jeder von uns hat sich dieses oder jenes Programm, was andere vielleicht interessiert. Der „SOFTWARE-Markt“ als eine mögliche Rubrik könnte da bestimmt Abhilfe schaffen. Probleme haben wir alle, dessen bin ich gewiss. Sprechen wie sie aus, eventuell hat ein anderer eine Lösung dafür. Informieren wir uns deshalb gegenseitig. Eine Rubrik „INFORMATION“ ist dafür sicher richtig. Die glücklichen unter uns (ich meine die D004-Besitzer, die bestimmt mir WordStar arbeiten) haben vielleicht ein M033 „TYPESTAR“ oder M012 „TEXOR“ übrig. Ein anderer würde sich freuen, wenn er es hätte. Das könnte die Geburtstunde der Rubrik „HARDWARE-Markt“ werden.

Sind unter uns nicht auch Bastler, die eigene Module oder anderes in der Hinterhand haben? Die „Schaltung des Monats“ wäre dafür ein richtiger Platz! Warum müssen wir auf die „Gnade“ des FUNKAMATEUR warten, dass so interessante Beiträge, wie z.B. „Bequemer mit Maus“ von U. Fegentreu zu uns wittern, bei der Breite des Spektrums des FUNKAMATEUR ist es schon beachtlich, dass für uns so viel drin steht.

Auch der Direktkontakt unter uns sollte ausgebaut werden. Das setzt voraus, dass wir wissen, wie wir gegenseitig erreichbar sind. „Adressen der KC 85/4-User“ könnte uns einander näher bringen, ich denke hier auch an die Vorstellung unserer „Maschine“ und von uns selbst. Auch wenn mir z. Zt. Etwa 150 KC-User namentlich bekannt sind (Liste des FUNKAMATEUR der Interessenten an einem Sonderheft und sammeln von Annoncen u.a.), bin ich sicher, dass unsere Schar noch weit größer ist. Wie kommen wir aber an die „stummen“ Mitglieder unserer „Truppe“ heran? Jeder, der noch andere KC-User, gleichgültig on 85/4 oder „niedriger“, kennt, sollte „KC- 85/4-news“ weitergeben (kopieren ist ja heute möglich und erlaubt) und den Empfänger animieren, mir eine kurze Nachricht zukommen zu lassen.

Das waren einige Gedanken zur möglichen Gestaltung der „KC 85/4-news“ von meiner Seite. Auf Ihre Vorschläge hoff ich, um uns allen eine Hilfe zu geben und den „KC“ nicht zum alten Eisen zu legen.

Ihre Frage wird nun aber sein, was soll der Spaß kosten? Verständlich, gerade in der heutigen Zeit, aber was hin es noch umsonst. Zu Beginn gleich eine Klarstellung, keiner von und sollte finanziell Vorteil anstreben. D.H., alles was Sie mir evtl. zu Veröffentlichung im „KC 85/4-news“ mitteilen, geschieht unter Verzicht auf Honorar. Ich werde nur Beiträge in künftigen Ausgaben veröffentlichen, zu denen der Autor auf dem Manuskript schriftlich sein Einverständnis zu honorarlosen Veröffentlichung gegeben hat.

Auch meine Arbeit, also das Bearbeiten und Zusammenstellen Ihrer Beiträge, werde ich kostenlos durchführen. Dennoch werden Kosten anfallen, Papier ist nicht billiger geworden, Briefumschläge und Porto auch nicht. Gehen wir zunächst von etwa 5-6 Seiten monatlich aus, nicht immer soll das Vorwort so lang werden, würden für Porto, Papier und Kopierkosten nach vorsichtigen Berechnungen etwa 3,--DM an Aufwendungen für mich entstehen, die durch Sie natürlich getragen werden müssen. Wenn Sie an einer konstruktiven Mitarbeit Interesse haben oder auch „nur“ im „KC 85/4-news“ lesen wollen, schreiben Sie mir also möglichst schnell, denn die nächste Ausgabe habe ich für spätestens Anfang April 1992 geplant. Legen Sie Ihrer Rückantwort bitte für diese Ausgabe die o.g. 3,--DM in Briefmarken bei. Ich sichere Ihnen dafür die nächste, hoffentlich interessantere Ausgabe zu, was natürlich nicht alleine von mir abhängt. Sie gestalten diese Ausgabe, vielleicht noch nicht die nächste, aber dann bestimmt.

Diese Art der Finanzierung klappt natürlich nur bei dieser und der nächsten Ausgabe. Ich schicke die erste Ausgabe auf Verdacht und meine Kosten erst einmal an einen begrenzten Personenkreis auf die Reise, dass in der Hoffnung, Sie neugierig gemacht und für eine aktive Mitarbeit interessiert zu haben. Wenn das klappt, würde ich mich über Ihre Rückantwort natürlich auch deshalb freuen, weil meine Portoauslagen wieder hereinkommen. Wie aber künftig? Die zweite Ausgabe wäre ja mit den von Ihnen Ihrer Rückantwort beizulegenden 3,--DM in Briefmarken für sie und mich abgesichert. Ich würde sagen, belassen wir es erst einmal bei diesem Versuch und warten auf die Resonanz. Klar ist, dass ich mit Briefmarken kein Papier kaufen und das Kopieren bezahlen kann. Aber machen Sie Ihre Vorschläge! Vielleicht stirbt das Projekt auch nach dieser Ausgabe, ich würde es zwar nicht wünschen, aber weiß man das so genau?

Wie sollte Ihre Rückantwort aussehen?

Zur Vereinfachung meiner redaktionellen Arbeit wären mir Beiträge auf Datenträger am liebsten. Ich kann „WordPro 86“ 8natürlich nur in der KC 85/4-Version) von Kassette und „TEXOR“, „TYPESTAR“ von Kassette und Diskette sowie „TP“, also „WordStar“, von Diskette lesen. Ich bitte um eine kurze persönliche Vorstellung und natürlich um die des KC 85/4, d.h. welche Hardware ist vorhanden, mit welcher Software wird gearbeitet? Auch wäre von Interesse, wer über Schaltungen der Originalhardware incl. Platinenlayout verfügt. Ein 64-kByte-RAM-Modul nachzubauen, reizt bestimmt. Natürlich würde ich mich auch über „nur“ schriftliche Beiträge in einem schlichten Briefumschlag freuen, wenn es für mich auch bedeuten würde, diese mit einem Finger einzugeben, um sie druckreif zu machen. Auch wenn ich Sie nur auf die nächste Ausgabe neugierig gemacht haben sollte, freue ich mich auf Ihre Rückantwort.

Auf gutes Gelingen mit nachträglichen besten Wünschen für das Jahr 1992.