PC-MOUSE-Nachtrag

von Ralf Kästner

Aus aktuellem Anlaß möchte ich zum MOUSEALL-Artikel von Herrn Haftmann noch einige Überlegungen äußern, welche allgemein diskutiert werden sollten. Ich glaube, daß alle KC-Nutzer Herrn Haftmann sehr dankbar sind, da er diese genial einfache Lösung, ein professionelles Eingabegerät am KC praktisch mit Null-Aufwand zu betreiben, zugänglich machte.

Zum Ersten sollten sich wohl alle eine Mouse besorgen, um den Anschluß nachzuvollziehen. Bei mir funktionierte es auf Anhieb, bei anderen mir bekannten Usern ebenfalls.

Zum Zweiten dürfte alles dafürsprechen, diese Anschlußvariante zum Standard zu erheben, es geht bestimmt nicht mehr einfacher und kürzer. Es ist kein Hardwareaufwand notwendig und ein M003/V.24-Modul dürfte jeder User besitzen oder beschaffen können.

Zum Dritten und am wichtigsten, ein Mousetreiber sollte sicherlich im Betriebssystem seinen Platz haben. Herr Leubner schrieb das ja bereits im Artikel zum 256 kByte on board zu einem neuen CAOS.

Dadurch wird eine Grundsatzentscheidung zum verwendeten Betriebsmode der Mouse fällig, also ob System-Mode oder Microsoft-Mode. Die entsprechenden Vor- und Nachteile stehen im Artikel von Herrn Haftmann. Ich möchte deshalb noch ein paar Gedanken zum nicht genutzten Microsoft-Mode zu Bedenken geben.

Neben dem Nachteil, daß nur 2 Tasten nutzbar sind, gibt es auch Vorteile. Einige Eingabegeräte am PC simulieren den MS-Mode und müßten damit auch am KC nutzbar sein, z.B. grafische Tabletts (einfache Variante bei "Pearl" für 99,- DM), Trackball u.s.w. Es liegen allerdings noch keine Erkenntnisse vor, ob derartige Geräte die gleichen Übertragungsparameter wie eine MS-Mouse verwenden, es liegt allerdings sehr nahe. Nicht zu vergessen ist auch, daß die meisten heute angebotenen "Mäuse" keinen Umschalter auf System-Mode mehr haben bzw. nur noch MS-kompatibel sind!

Man sollte also sehr gründlich abwägen, welcher Modus im Betriebssystem integriert wird und alle die etwas dazu zu sagen haben, sollten sich dazu äußern.